Fotoshooting Esprit 20.04.2010



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 20. April 2010

Angie, Enrico, Fanny und ich fahren zum Foto-Shooting von Esprit an den
Starnberger See, besser gesagt, führt uns die Wegbeschreibung an den Neusee,
einem kleineren See am Rand des Starnberger Sees.

Knapp zwei Wochen davor hatte ich die Mail einer Münchner Agentur erhalten,
die große kuschelige Hunde für die Aufnahmen mit Kindern suchte.
Sie baten mich um Fotos und waren begeistert.
Die letzte Entscheidung aber hatte dann der zuständige Fotograf.
Nach einigem hin und her wurden wir dann gebeten, an diesem Dienstag anzureisen.

Ich bin neugierig, wie so etwas abläuft und was uns am Set erwartet.
Denn, wie es im Vorfeld hieß, die Hunde sollen mit ca. 10 fremden Kindern spielen.
Das geht nicht einfach so. Was sich die Fotografen da vorstellen.
So ließ ich in den vergangenen Tagen meine Gedanken kreisen, wie man so etwas hinbekommt.
Ich bin auch darauf gefasst, dass wir aussteigen und unsere Berner weichen nicht von
meiner Seite und lassen sich auch nicht in irgendwelche Situationen bringen.
Schließlich ist das alles für uns Vier Neuland.

Drei Tage lang wird hier von vormittags bis zum Abend die Kindermode für den
Herbst von Esprit in Szene gesetzt.
Für den zweiten Tag stehen jetzt auch unsere Berner mit auf dem Programm.
Vor Ort werden wir von netten jungen Damen begrüßt und zum Set geführt.
Ein idyllischer Ort mit einer alten Holzhütte am Ufer, einem Steg, einer Baumschaukel, Wiese und Wald.
Etwas abseits davon stehen die Pavillons für's Catering, zwei "Bauwägen"
mit Requisiten von den Bavaria Filmstudios und jede Menge Menschen.
Zwei Fotografen mit ihren eigenen Trupps für Beleuchtung, Schatten etc., zwei
Stylisten, 2 Requisiteure, jede Menge junger Damen, die sich um das ganze
Drumherum kümmern sowie auch darum, dass die Kinder jeweils für die nächsten
Aufnahmen in den richtigen Outfits stecken und bei Laune bleiben.
Gleichzeitig sind immer ca. zehn Kinder anwesend, begleitet von Eltern oder anderen Familienangehörigen.
Die Kinder wechseln dann im Laufe des Tages fast gruppenweise durch, von anfangs den Kleinen
bis schließlich am Spätnachmittag die Jugendlichen an der Reihe sind.
Angie, Rico und Fanny dürfen sich am Set großteils frei bewegen und durchaus
auch ins Bild laufen.
Dann werden sie in viele Aufnahmen von den Fotografen ganz gezielt mit eingebaut.
Die Kinder haben ihre helle Freude, wenn sie mit den Hunden kuscheln, spielen und laufen dürfen.
Das Umziehen wird zur lästigen Nebensache.
Die Fotografen knipsen fast ununterbrochen und wechseln nur zwischendurch mal die Kamera,
die von einem Helfer zugereicht wird.
Dabei geben sie dann den Kindern und mir Anweisungen, wie Kinder und Hunde agieren sollen.
Meist stehe ich direkt neben den Fotografen, um unsere Berner in die richtige
Richtung schauen zu lassen, in bestimmte Situation zu manövrieren oder ihnen
durch Handzeichen zu signalisieren, das sie tun sollen.
Unsere Drei überraschen mich immer wieder, sie lassen sich in keinster Weise
anmerken, dass nicht auch sie Profis sind.

Der gesamte Mitarbeiterstab der Agentur, vom Chef bis hin zum Praktikanten, ist von ihnen begeistert
und jeder bedauert, durch seinen Beruf und die Lebensumstände sich nicht für einen solchen Hund
entscheiden zu können.

Ich bin so stolz auf mein Trio.
Ob mit den vielen Erwachsenen und Kindern oder auch in den gestellten Situationen,
sie sind einfach Spitze.
Sie sind verträglich, geduldig und verstehen sofort, was ich von ihnen will und lassen
sich durch nichts ablenken.
Das hätte ich noch heute früh nicht für möglich gehalten.
Die Arbeit auf dem Hundeplatz zahlt sich hier aus.

Am späten Nachmittag werden wir dann entlassen, die Fotos mit den Hunden sind im Kasten.
Angie, Rico und Fanny machen es sich hinten im Auto gemütlich und verschlafen
fast den ganzen Heimweg.
Stars haben eben ihr Personal, das sie sicher wieder nach Hause bringt.


 
 
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